Winter-Tipps

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Am Ende des Jahreszeitenzyklus steht der Winter, die dunkelste Jahreszeit, in der das Yin am Grössten ist. In der Natur ist der Winter die Zeit der Stille und des absoluten Rückzugs nach innen. Die Aktivität, das Yang ist auf ein Minimum reduziert. Das Leben schlummert jetzt verborgen in den Samen, Wurzeln und Knollen und die Energie richtet sich nach unten, um sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen. In dieser Zeit der Stille und des scheinbaren Stillstands in der Natur werden im Verborgenen die Reserven wieder aufgefüllt. Der Winter hält uns in besonderem Masse dazu an, unsere Ressourcen wieder aufzubauen, es ist die Zeit der Ruhe und Regeneration. Der Winter ist in der TCM die Zeit des Wasserelements. Die entsprechenden Organe sind Niere und Blase.

 

Und so stärken Sie ihr Wasserelement:

  • Es ist wichtig, es sich in dieser Jahreszeit zu Hause gemütlich zu machen z.B. mit Kerzenlicht, Freunde einzuladen, anderen und sich selbst eine Freude zu bereiten, sich bewusst Zeiten einzuräumen für Ruhe, Lesen…
  • Natürlich ist es empfehlenswert, auch das äussere Licht zu nutzen und trotz Kälte regelmässig spazieren zu gehen.
  • Auch unseren Sinnen können wir zwischendurch einen Tag Pause gönnen, ein Tag ohne Radio, Fernseher, Musik und Autofahren, ein Tag ohne äussere Stimulation.
  • Der Winter ist die Zeit der grössten Kälte, deshalb soll die Ernährung im Winter vor allem das Yang des Körpers schützen.
  • Warme Suppen und Eintöpfe, Hülsenfrüchte und gut gewürzte Speisen mit wärmenden Gewürzen schützen uns vor Kälte. Ideal wäre es, täglich drei warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Auf ungekochte Speisen, kalte Getränke und thermisch kalte Nahrungsmittel sollten wir verzichten. Da der Verdauungsvorgang Wärme benötigt, tut er sich eben mit gekochten Nahrungsmitteln leichter als mit Rohkost oder Salaten. Zu viel kühlende Nahrung lässt uns außerdem müde werden und frieren.
  • Besonders schwachen und kälteempfindlichen Menschen wird zudem empfohlen, während der kalten Jahreszeit etwas Fleisch (insbesondere Huhn, Rind und Lamm) und wärmende, lang gekochte Fleischsuppen zu essen.
  • Empfehlenswerte Nahrungsmittel: alle Wintergemüse (Kohl, Kürbis, Fenchel, Lauch, Karotten, Pastinake, ), Linsen, Zwiebeln, Kastanien, Reis, Polenta, Hirse, Dinkel, alle Arten von Nüssen.
  • Wer häufig friert, sollte seinem Körper nicht nur regelmäßig warme Mahlzeiten gönnen, sondern auch häufig jene Nahrungsmittel zum Einsatz bringen, die ein warmes bis heißes Temperaturverhalten aufweisen. Dazu gehören u.a. Fenchel, Kürbis, Lauch, Ingwer, Zwiebel und Knoblauch, Chili, Rindfleisch, Lamm, Wildfleisch, viele Kräuter und Gewürze wie z.B. Basilikum, Rosmarin, Thymian, Kreuzkümmel, Kümmel, Schnittlauch.
  • Übung für Blasen-/Nierenmeridian:
    Sie sitzen mit gerade ausgestreckten Beinen am Boden. Die Zehen weisen gerade nach oben (Fersen nach vorn drücken). Verschränken Sie nun Ihre Finger und drehen die Hände so, dass die Handflächen nach außen weisen.  Strecken Sie die Hände nach oben und beugen sich langsam, mit möglichst geradem Rücken nach vorne und senken die Hände langsam, bis sie in Richtung Ihrer Füße weisen. Nun werden Sie die Spannung an der Rückseite der Beine spüren können. Es ist nicht wichtig, ob Sie wirklich Ihre Füße berühren können, beugen Sie sich nur soweit vor, wie der Rücken es erlaubt, ohne sich zu sehr nach vorne krümmen zu müssen.